Ein Bürgerrat wird unsere Demokratie schwächen

Bald wird in Gütersloh im Stadtrat über die Entstehung eines Bürgerrates beraten. Die Mehrheit im Rat scheint die Gründung zu befürworten.

Persönlich blicke ich auf die Gründung eines Bürgerrats mit großen Bedenken. Die Stadt wird bereits durch diverse Arbeitskreise und Bürgergremien zu verschiedenen Themen beraten. Braucht es hier wirklich ein weiteres beratendes Gremium? Meine Meinung: Nein – und zwar aus folgenden Gründen:

Schwächung der Demokratie mit Bürgerrat

Unsere Demokratie wird durch mehr Beratung und mehr Entscheidungsgremien nicht gestärkt, sondern geschwächt. Auf diese Art und Weise werden die ohnehin schon langsamen Entscheidungsprozesse unserer Institutionen weiter verlangsamt und vielleicht auch blockiert. Diese Ineffizienz kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die Demokratie verlieren. Dies sollen wir, vor allem in Zeiten wie diesen, auf keinen Fall zulassen.

Kosten für Bürgerinnen und Bürger

Ein weiteres Beratungsgremium wird erhebliche Kosten verursachen. Die Experten und Moderatoren erwarten eine Bezahlung. Mir fallen einige andere Bereiche in der Stadt ein, wo das Geld dringender benötigt wird.

Ein Bürgerrat ist nicht inklusiv

Ein Bürgerrat ist nicht inklusiv. Wer hat Zeit an den abendlichen Beratungen teilzunehmen? Sicherlich nicht Familien, Alleinerziehenden oder Menschen, die auf mehrere Jobs angewiesen sind. Somit schließt man weite Teile der Bevölkerung aus den Beratungsprozessen aus. Das ist alles andere als demokratisch.

Diese Entscheidung kann ich persönlich im Stadtrat aus diesen Gründen nicht unterstützen

Konrad-Adenauer-Platz

Der Konrad-Adenauer-Platz wird umgebaut. Vom Prinzip ist es eine gute Idee. Bislang war es ja nur ein Parkplatz. Allerdings sehe ich es ziemlich kritisch, dass der Platz im Zentrum keine Bäume haben wird.

Wenn der Klimawandel mit den Hitzewellen kommt, wird man auf dem Platz sicherlich sehr gut Eier braten können.

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Ärztliche Versorgung in Gütersloh

Leider hat meine Familie kollektiv ein ziemlicher Infekt erwicht (inklusive Scharlach), welcher offenbar gerade wieder im Kindergarten rumgeht. Dies hat mich dazu bewegt über die ärztliche Versorgung in Gütersloh nachzudenken.

Offenbar, wie ich aus der Presse entnehme, ist die hausärztliche Versorgung im Kreis Gütersloh gefährdet.

Hier schreibt die Neue Westfälische zu diesem Thema: https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/21980107_Im-Kreis-Guetersloh-fehlen-dramatisch-viele-Hausaerzte.html

Und hier die Glocke: http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/guetersloh/Guetersloh-droht-ein-Hausarztmangel-0cd943ba-ca5b-4fc9-8d93-212edc39b847-ds

Persönlicher Eindrück – Arztversorgung – Mangel an Haut- und Augenärzten

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Kirmesbesuch an Pfingsten

Kirmes gehört jedes Jahr, seitdem wir Kind haben, zu unseren Pflichtterminen. Unsere Tochter, wie (vermutlich) jedes Kind, liebt Karussell fahren.  Leider gestaltet sich die Fahrradparksituation schwierig. Ich habe bislang nicht mitbekommen, dass irgendwo auf der Kirmes Parkplätze für Fahrräder vorhanden sind. Meine Kleine bewegt sich häufig mit dem Fahhrad – nur habe ich irgendwie ungutes Gefühl ihr Fahhrad wie oben gezeigt zu parken…

Meine Erfahrungen im Stadtrat

Seit einiger Zeit bin ich im Stadtrat von Gütersloh als sachkundige Bürgerin angemeldet. Es ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Die Rolle an sich ist sehr spannend, man darf verschiedene Ausschusssitzungen besuchen. Allerdings fangen die meisten Sitzungen um 17 Uhr an. Für die meisten arbeitenden Leute ist es wohl zu früh.

Sachkundige Bürger bekommen auch kein Geld für die Kinderbetreuung erstattet. Für mich bedeutet dies, dass ich die Kinderbetreuung für die Zeit der Sitzung selbst bezahlen muss. Das kann schnell 50 Euro kosten, was pro Sitzung echt teuer ist. Deswegen war ich bislang nur einmal bei einer Sitzung des Auschusses für Familie und Soziales. „Meine Erfahrungen im Stadtrat“ weiterlesen